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Ursula Gruse

unregistriert

1

Dienstag, 10. November 2009, 21:59

Viele Fragen zum Neukauf

Hallo liebe Karmann-MobilIstinnen,

> wir werden ab dem Frühjahr 2010 einen neuen Ontario 695 TI besitzen.
Jetzt stellen sich aber zum Kauf noch einige Fragen, die zur Entscheidung
der Bestellung dringend notwendig sind.
> Da Sie alle Karmann-Fachleute sind, erhoffen wir uns von Ihnen gute
Hinweise und Tips und hoffen, dass Sie so freundlich sind unsere Anfrage,
obwohl wir noch nicht dazugehören, ins Forum einzustellen.
> Unsere Fragen sind folgende:
> -was spricht gegen/für die Ausführung des Ontario in Silber? Dies
besonders in Hinblick darauf, dass die Seitenwände nicht aus GFK sind
sondern aus Aluminium-Blech gefertigt werden. Was unterscheidet die
unterschiedlichen Außenwände bei
Reparaturfreundlichkeit/Haltbarkeit/Empfindlichkeit und....?
> Dann beabsichtigen wir ein "Sun Roof" zu bestellen und haben auch hier
die Frage zu Vor-und Nachteilen?
> Außerdem, was hilft in der kalten Jahreszeit am besten gegen Kälte und
ist im Womo-Alltag praktikabel? Ist der Thermo-Trennvorhang oder der
Thermo-Vorhang (die Rundum-Isolierung des Fahrerhauses) die beste Lösung?
> Ja, und dann eine letzte Frage: Efoy Brennstoffzelle gegen eine
Solaranlage, was bringt mehr Unabhängigkeit und wo und von wem lassen wir
diese am besten einbauen?
> Eine ganze Menge Fragen: Schön wäre es, wenn Sie uns die Eine oder
Andere beantworten könnten.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Ursula Gruse

Uli Terfort

unregistriert

2

Mittwoch, 11. November 2009, 07:33

Hallo,

bezüglich der Frage nach der Winterisolierung gibt es m.E. keine "beste" Variante, das richtet sich auch nach dem Nutzerverhalten. In einem Skiurlaub, bei dem man meherere Tage auf einem festen Platz steht, halte ich eine komplette Fahrerhausaußenisolierung für das sinnvollste, da Sie dann auch das Fahrerhaus als Stauraum oder "Trockenraum" nutzen können. Diese Fahrerhausisolierungen sind allerdings recht sperrig, so dass ich sie bei häufigerem Platzwechsel nicht benutzen würde.

Ich persönlich habe keinen Thermotrennvorhang, da ich im Herbst und Frühjahr eine Scheibenisolierung völlig ausreichend finde. Das hänht aber u. a. auch mit dem persönlichen Kälteempfinden zusammen. Alles Gute für die Kaufentscheidung und nicht vergessen: Nach dem Kauf ist man gern gesehenes Mitglied hier im Club :D .

Grüße aus der Klingenstadt

Uli Terfort

Jens Voshage

KMC-Mitglied

Beiträge: 980

Wohnort: Hannover

Mein Karmann: Missouri 635 GB (noch ein echter Karmann)

3

Mittwoch, 11. November 2009, 09:49

RE: Viele Fragen zum Neukauf

Hallo liebe Karmann-MobilIstinnen,

> -was spricht gegen/für die Ausführung des Ontario in Silber? Dies
besonders in Hinblick darauf, dass die Seitenwände nicht aus GFK sind
sondern aus Aluminium-Blech gefertigt werden. Was unterscheidet die
unterschiedlichen Außenwände bei
Reparaturfreundlichkeit/Haltbarkeit/Empfindlichkeit und....?

> Mit freundlichen Grüßen
>
> Ursula Gruse


Für Karmann sprach in der Vergangenheit eine solide Verarbeitung bei einem angemessenen Preis, ein weitgehend dichter Aufbau aus GFK und die Fahrgestelle von Mercedes und VW. Welche Vorteile die aktuellen Modelle von Karmann gegenüber dem Markt besitzen, erschließt sich mir nicht.

Der Vorteil von GFK ist, dass es nicht korrodiert wie Aluminium, dass es sich sehr gut und einfach reparieren lässt und dass es bei richtiger Verarbeitung nicht zum Beulen neigt wie Alu-Glattblech. Für mich waren das die entscheidenden Argumente, warum ich einen GFK-Aufbau haben wollte. Dafür habe ich die Nachteile der Osmose-Gefahr und den mangelnden Blitzschutz in Kauf genommen.

Noch wichtiger als die Frage GFK oder Alu ist jedoch, dass man sich den Wandaufbau ansieht. Die GFK-Wände von Karmann bestanden aus einem geschlossenzelligen Schaum und waren frei von Holz. Somit konnte eine ndichte Verbindung keinen gravierenden Folgeschaden in der Wand auslösen. Ein Aufbau mit Holzgerippe und Styropur birgt die Gefahr eines wirtschaftlichen Totalschadens schon nach wenigen Jahren Nutzung. Darüber müssen sich die Ur-Karmänner mit GFK-Wänden auch nach 10 Jahren keine Gedanken machen.

Jens
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Jo Kleinschnittger

Administrator KMC-Forum

Beiträge: 585

Wohnort: Bad Wünnenberg

Mein Karmann: Missouri 635 S

4

Mittwoch, 11. November 2009, 12:05

Hallo Ursula,
Pauschale Aussagen über das Thema sind wirklich schwierig, denn wir wissen nicht, wie und wann ihr das Wohnmobil nutzen wollt.
Wenn ich das Geld hätte, würde ich mir zusätzlich zu Solaranlage für die Übergangszeit und vor allem auch die Efoy Brennstoffzelle gönnen. In diesen Zeiten ist Stromausbeute einer herkömmlich installierte Solaranlage unter Umständen recht dürftig.
Allerdings würde ich auf eine Solaranlage, die übrigens sehr günstig geworden sind, mit min. 100W nicht verzichten wollen. Diese kostenlose, umweltfreundliche und lautlose Energie ist einfach faszinierend und für die meisten Wohnmobilnutzer ausreichend.
Wenn Euer Energieverbaruch hoch ist, sollte man sich, bevor man all zuviel in diese Techniken investiert, zunächst an eine große Batteriekapazitöt denken und bei Vielfahrenenden ist ein Sterling B2B Lader auch eine interessante Alternative zur effektiven Batterieladung während der Fahrt.
Gruß Jo

Michael Hofmann

KMC-Mitglied

Beiträge: 692

Wohnort: Bergisch Gladbach

Mein Karmann: Carthago Chic-C-Line 4.9 T

5

Mittwoch, 11. November 2009, 15:44

Hallo,

ich habe seit 1987 eigentlich nur positive Erfahrungen mit der Solar - oder Photovoltaiktechnik gemacht. Wir wurden immer bestaunt, dass wir nie Strom "gebucht" haben. Mittlerweile haben sich unsere Ansprüche allerdings erhöht und je nach dem was man halt so zu tun gedenkt, (Fernseher, Sat-Anlage,Laptop, Handyaufladung, Kaffeemaschine, Wasserpumpe, Licht, Föhn,Heizung etc.) muss man sich vorher versuchen auszurechnen, was man nachher auch braucht. Wir haben auf unserem Colorado ein 175 W/p Solarmodul von BP montiert und dem vorhandenen Bordakku mit 85 Ah einen zweiten, gleich starken, zur Seite gestellt. Damit kommt man schon gut weit. Sogar die Espressomaschine arbeitet mit Hilfe eines Wechselrichtes damit gut und es bleibt auch noch Strom für andere Aktivitäten übrig.

Allerdings sind im rein autarken Stand- Betrieb die Tage unter Umständen beschränkt. Im Sommer mag das alles noch angehen, aber Winterbetrieb ist nur mit Solaranlage eigentlich ausgeschlossen. Da ist selbst bei sparsamster Stromentnahme sehr schnell Schluss, vor allem sehr schnell kalt. Also habe ich mich mit der Brennstoffzelle auseinandergesetzt. Efoy bietet derzeit die einzige nutzbare Zelle in verschiedenen Stärken an. Ich bin für uns, nach der Optimierung der Beleuchtung - LED statt Halogen - zum Ergebnis gekommen, dass wir mit einem errechneten Verbrauch von ca. 100 Amperestunden pro Tag mit der 1200 Efoy gut hinkämen. Allerdings ist der Preis dafür auch stolz! Hinzu kommt der nicht ganz preiswerte Brennstoff Methanol. Bei einer durchschnittlichen Nutzung hält die Brennstoffzelle dann aber auch nur ca. 8 Jahre:

Zitat von Efoy ..."Die erwartete Lebensdauer einer EFOY-Brennstoffzelle beträgt bei durchschnittlicher Nutzung in etwa 8 Jahre. Um auf Ihre Frage zu kommen, diese Aussage bezieht sich auf die Anwendung bei einem Reisemobilisten der sein Fahrzeug im Urlaub nutzt, also nicht im Dauerbetrieb (ca. 300 - 400 Betriebsstunden/Jahr)."

Noch habe ich nicht gekauft, sehe aber in dieser Technik die zur Zeit einzige brauchbare Möglichkeit um mit "Luxus" autark zu sein. Truma hat seine Gas-Brennstoffzelle noch nicht marktreif.

Auf der Seite von Efoy: http://www.efoy.com/ gibt es einen Energiekalkulator: http://www.efoy.com/de/reisemobile-energiekalkulator.html der einem sehr gut dabei hilft, den zu erwartenden Verbrauch zu errechnen. Auch in Kombination mit einer eventuellen Solaranlage.

Zum Einbau ist so viel zu sagen, dass es selbst zu leisten geht, denn man muss wirklich nur wenig tun, wie das Stromkabel und die Fernbedienung an seinen Platz verlegen und das Gerät selber in einem Staukasten oder der Garage unterbringen. Wie gesagt, noch habe ich das gute Stück mir nicht zugelegt, stehe aber nicht mehr sehr weit von seiner Anschaffung entfernt.

Die möglicherweise von dem einen oder anderen angedachte "Alternative" eines Stromerzeugers, halte ich persönlich für absolut indiskutabel. Da ist die von Jo vorgeschlagene Lösung über den Einbau eines anderen Reglers für die Lichtmaschine viel besser. Stromerzeuger machen Lärm und Gestank und wer schon mal eine Nacht neben einem nicht belehrbaren Zeitgenossen mit "Knattermaxe" gestanden hat, weiß wovon ich spreche.

Ich hoffe ich konnte etwas zur Erhellung, zumindest was die Stromversorgung angeht, beitragen.

Schöne Grüße

Michael
Jetzt mit Carthago Chic-C-Line 4.9 T unterwegs

Ursula Gruse

unregistriert

6

Sonntag, 15. November 2009, 18:45

Danke für die Beiträge

Hallo an Alle,
die Ihre Erfahrungen mitteilten und uns damit die Entscheidung leichter gemacht haben.
Auf jeden Fall werden wir jetzt den Aufbau in GFK nehmen, obwohl uns der Hinweis auf die Osmose doch etwas beunruhigt hat. Aber ich hoffe, bei ausreichender Pflege, wird dieses Übel unser Fahrzeug hoffentlich nie treffen.

Alle Infos zusammengenommen, legen wir uns als Erstes eine Solaranlage zu und schauen, wie weit wir damit kommen. Falls wir dann noch weiteren Strombedarf haben, soll ja eine evt. Nachrüstung mit der Efoy-Brennzelle schnell gemacht sein.

Vielleicht, gibt es irgendwann hier in diesem Forum noch Andere, die zu dieser Technik übergehen und von ihren Erfahrungen berichten.

Noch einmal Danke an Alle und entschuldigt, dass die Rückmeldung so lange dauerte, aber in der Woche komme ich selten dazu an den PC zu gehen.


Freundliche Grüße

Ursula Gruse